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"Wer bin ich?"
Wenn ich eine Antwort auf diese Frage hätte, wäre mein Leben dann geordnet? Hätte es eine Richtung, ein absehbares Ziel? Wäre das angenehm, entlastend? Oder eher im Gegenteil?
Ich bin ein Mensch mit vielen Fehlern. Ein Mensch mit viel Gewissen aber wenig Gewissenhaftigkeit. Ich bin durch und durch undurchdacht aber leicht durchschaubar. Ich kann es beim besten Willen nicht beschreiben.
Gestern habe ich nach vier Monaten mit meinem Freund Schluss gemacht, mit dem ich vor einem Monat in einer neuen Stadt zusammengezogen bin.
Was bin ich?
Ich bin 19. Ich bin unerfahren. Ich bin naiv und aufgeschmissen. Ich bin ein Stück weit allein. Und ein Stück weit sehr verzweifelt. Aber ansonsten bin ich sehr wohlbehütet von meinen Freunden.
Vor mir und meinen Eltern stehen jetzt zwei weitere Umzüge. Und irgendwie finden sie sich mit dieser Tatsache ab. Gleichzeitig weiß ich jetzt, dass sie meine Entscheidungen niemals akzeptieren werden, solange es nicht die sind, die sie mir vorlegen.
Interessiert mich das? Und wie.
Berücksichtige ich das? Nie wieder.
Dieser Zwang, es jedem Recht zu machen, hat mich mitunter erst in diese Lage getrieben. Aber mir auch viele Erfahrungen beschert. Ich könnte sagen:
Ich weiß jetzt, was ich nicht will.
Ein kleiner, aber wichtiger Teil von mir ist jetzt glücklich und unbeschwert, obwohl alles gerade so düster ist. Ich denke wir haben kein Wort dafür. Die Japaner nennen es "Kokoro". Ein Zusammenspiel aus Herz und Seele. Das, was uns lebendig macht.
Ich habe kurzerhand einfach beschlossen, wieder zu bloggen. Ich brauche etwas, um meine Gedanken festzuhalten. Sie anzubinden, damit sie mir nicht in jedem erdenklichen Moment davonfliegen. Ob mir das gelingt weiß ich selbst nicht, aber es ist jawohl einen Versuch wert. Für ein Studium sollte man wohl ein bisschen konsequenter sein als ich es bin. Das ist doch ein guter Anfang, oder nicht?
Also:
Wer bin ich?
kayane. am 27. Juli 15
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